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Hauser Anton antonhauser at aon.at
Mon Apr 29 20:50:03 CEST 2002


Hallo Michi

Umfassende Aufklärung kann ich Dir auch nicht geben aber einiges weis ich
doch.
Die Ug. Hefe arbeitet auch noch bei Temperaturen um 0°C, allerdings stark
verlangsamt.
Deine Nachgärung bei +4°C kommt mir für Ug Bier reichlich "warm" vor. Ich
beginne die Nachgärung bei ca. 5° und senke innerhalb 2Wochen auf 0° ab.
Anschließend bleibt das so für 3 Wochen. Dann lagert das Bier noch mind. 1
Monat bei Kellertemperatur(bei mir je nach Jahreszeit 10° - 17°) und ist
erst jetzt fertig. (Ein bißchen besser wirds aber die nächsten 2 Monate
immer noch)
Die tiefe Temperatur bewirkt eine deutlich bessere Bindung und feinere
Verteilung der Kohlensäure.(Sahniger Schaum!)
Deshalb macht es natürlich auch Sinn, wenn Du beim Og. Bier am Ende der
Nachgärung runterkühlst.
 4°C für 2 Wochen sind o.k. bei Weizenbier.
Und zur Dauer der Reifung kann ich Dir nur sagen: In 3 Wochen ist bei mir
gar kein Bier fertig, da schmeckt jedes unreif und hefig.
Weizenbiere dauern bei mir 5 - 6 Wochen und Ug.Biere mind. 2Monate.
Hefeautolyse kenne ich eigenflich nur aus Büchern (aber möglicherweise
schmecke ich es auch nicht)
Also Geduld und nochmals Geduld.
Ich hoffe das ganze hilft Dir ein wenig

Viele Grüsse u. allzeit gut Sud  Toni



> Hallo Brauer,
> leider habe ich immer noch niemnaden gefunden der eine Antwort auf meine
> Frage hat.
>
> Hier nochmal mein Problem:
>
> Es geht um die Temperatur bei der Nachgärung.
> Bei den untergärigen Bieren (bei der die Hauptgärung bei ca. 8°C
abgelaufen
> ist) habe ich die Flaschen zur Nachgärung bei 4°C gelagert. Da konnte sich
> die Hefe noch mehr oder weniger gut mit den 8% Speise beschäftigen und
nach
> 4 Wochen hatte ich den richtigen Druck.
> Jetzt zum Obergärigen:
> Ist es sinnvoll die Flaschen noch eine Woche bei 20°C stehen zu lassen und
> dann erst auf 4°C runter zu kühlen? Bei der obergärigen Hefe tut sich ja
bei
> 4°C nix mehr, oder? Ich habe zu diesem Thema verschiedene Empfehlungen
> gelesen und wüsste gern wie Ihr das macht.
> Wann ist das Weizen denn trinkfertig? 3 Wochen nach dem Schlauchen?
> Wie und vor allem wann verändert sich der Geschmack denn deutlich nach dem
> Schlauchen? Mein Untergäriges schmeckt jetzt nach einer Woche noch sehr
> unausgegoren und leer und etwas süsslich. Wann wird´s nicht mehr besser,
> wann verliert es die Frische und wann setzt die Autolyse ein? Jaja, ich
weiss
> das kommt drauf an...
> Aber so ungefähr kann man das doch sagen, oder? Mit der Autolyse hatte ich
> bisher bei dunkler Lagerung bei 4°C auch nach 6 Monaten noch kein Problem.
>
> Vielleicht kann mit ja jemand helfen????
>
> Viele Grüsse
>
> Michi Dill
>
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