Betr.: [HBF] Weissbierhefe

Erhard Ogris eogris at gmx.at
Mon Dez 20 19:55:10 CET 2004


Danke Bernhard für die Tips. Ich habe es jetzt mit einer "Kompromisskarbonisierung" probiert. Ganz verstehe ich es dennoch nicht, da die Gärung im Gärfass eindeutig gestoppt hat (3 Tage überhaupt kein CO2 ), im Messzylinder habe ich auch bei einer Wiederholungsmessung ca. 3-3,3 °P erreicht. Wie dem auch sei, ich hoffe, es wird was. Wieviel Überdruck halten eigentlich Bügelflaschen aus? Wie sind da Eure Erfahrungen?


lg

Erhard



  ----- Original Message ----- 
  From: Bernhard Landauer 
  To: hbf at lists.netbeer.org 
  Sent: Friday, December 17, 2004 11:12 PM
  Subject: Betr.: [HBF] Weissbierhefe


  Hallo Erhard!

  > Nun ist die Gärung bei ca. 4,3 °P zum Stillstand gekommen,
  > die Schnellgärprobe hat aber 3,3 °P ergeben. 

  Das gaube ich nicht - ich vermute sie ist nur sehr langsam geworden, was ansich normal ist. Die Endvergärung kann sich bei der Reifung über Wochen hinziehen!

  > - das Bier belüften und mit Zucker die Fläschengärung
  > starten
   
  Belüften ist sicher nicht nötig und eher schädlich für das fertige Bier. Wenn du schon so weit vergoren hast, wird mit Sicherheit noch genug aktive Hefe in den Flaschen vorhanden sein.

  > - das Bier abfüllen und hoffen, dass mit dem
  > Sauerstoffeintrag die Flaschengärung gestartet wird

  Die musst du nicht starten, die Endvergärung geht einfach - u.U. sehr langsam - weiter. Durch Sauerstoffeintrag wird die Hefe sich sicher vermehren aber dann hast du halt am Ende auch entsprechend viel tote Hefe in den Flaschen und nochdazu oxidiertes Bier...

  > - oder kann es sein, dass trotz des niedrigeren Werts bei
  > der Schnellvergärungsprobe kein vergärbarer Zucker mehr
  > im Bier ist und ich daher sofort mit Zucker karbonisieren
  > kann?

  Bei mir war das auch manchmal so, dass die Flaschen auch nach längerem Warten den Endvergärungswert nicht wirklich erreicht haben, ich nehme an, dass ich da einfach nicht geduldig genug war, aber was solls: dann habe ich einfach Zucker in die Flaschen nachdosiert und sie getrunken bevor das Bier überkarbonisiert gewesen wäre.
  Du kannst ja auch eine "Kompromisskarbonisierung" mit Speise oder Zucker vornehmen, indem du etwas mehr Zucker nimmst als du nach der Schnellgärprobe nehmen müsstest, aber auch nur soviel, dass die Karbonisierung noch erträglich hoch wäre, wenn doch irgendwann alles ausgegoren sein wird.

  nur Mut!
  Bernhard


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