[HBF] Tinseth Formel mit attachment

Josef Valek valek at froggy.com.au
Mit Feb 27 08:59:26 CET 2002


> Lieber Gregor,
> liebe Braugemeinde,

Danach ich deine Beitrag gelesen habe, bin ich mir sicher, daß ich werde
damit rechnen, daß das Infektionsriko ist nicht der angeblicher Verbesserung
wert. Ich mache ein tolles Bier sowieso und lasse alle bei Ihre Meinungen
und das ist doch worüber es eigentlich bei Hausbrauen geht, alle können es
selbst machen, wie es Ihnen klappt. Ich wohne in dem tropischem Klima, wo
ich glaube, gibts viel mehr Keime und wo man muß mit Temperaturen zwischen
30 und 35 kämpfen. Ich muss das Bier ins behalter zusammen mit Eis stellen
und daß nur mit Ale Hefe, also Pils mit Ale Hefe. In Mai bin ich wieder in
Europa und deshalb werde ich es da später versuchen und endlich vom Malz
Getreide maischen. Ich danke Dir Hubert für Deine Ratschläge, ich probiere
es sicherlich irgendwann.

Noch ein Rätzel.

Ich habe nur ein kleinen Topf  (7L) und ich mache das Bier aus leicht
farbige Extrakt und gebe Hopfen dazu im Topf. Ich habe die Glenn Tinseth
Formel angeschaut und versucht es zu meinen Zustände anpassen. Ich habe erst
den Hopfen nur ins Wasser gekocht und dann spätter im Topf gegossen. Aber
das gab fast keine Bitterkeit zum Bier. Dann habe ich den Hopfen im Kopf
geworfen und mit dem Extract zusammengekocht (unter sehr große
Konzentration) und nur dann war es bitter. Also, Nach dem Formel Tinseths
soll man nach 60 Min ins Wasser eine Ausnutzung von 36.15% bekommen (sehe
meine 1-2-3 Tabellenkalkulation attachment) aber es funktioniert so einfach
nicht, man kann es nicht später hineingießen und die Kalkulationen gut
rechnen. Beispiel. Wenn ich einen Extract (3.5kg+2L Wasser) der OG von 1.045
im Kopf kochen und Hopfen in zweitem kopf kochen und dann kombinieren und
mit Wasser zum 23L vollfüllen, das Ergebnis ist nicht bitter. Aber wenn es
zusammen mit dem Extract gekoht ist wird es viel viel bittere. Was passier
da? Ich wollte damit meine Arbeit verleichten aber es klappt nicht. Der
bittere Hopfen muss angeblich irgendwie mit dem Malz verbinden, aber wie,
und warum kann es man nicht geteilt machen? Ich weiß, daß unter normale
Zustände würde man es alles im 25L Topf kochen aber ich habe ihn nicht. Wie
sollte ich meine EBU Rechnungen zu diesen Zuständen anpassen.
Hilfe.

Danke.

Gut Sud.

Josef

PS Entschuldige meine grammatische Fehler.







----- Original Message -----
From: "Gregor Zellmann" <gregor at blinx.de>
To: <hbf at lists.k-town.de>
Sent: Tuesday, February 26, 2002 10:35 PM
Subject: [HBF] Re: [HBF] zu hefiges Bier / Kräusen entfernen


>
> Lieber Hubert,
> liebe Braugemeinde,
>
> Also vorab: Offene Hauptgärung, d.h. nicht, wie heutzutage in
Großbrauereien
> üblich, in geschlossenen ZKGs (zylindrokonische Gärbehälter) macht sicher
> einen Unterschied. Sonst würden das nicht viele kleinere, traditionelle
> Brauereien europaweit praktizieren. Trotzdem halte ich Huberts
Argumentation
> hier aber für nicht wirklich aussagekräftig:
>
> Hubert schrieb am Montag im HBF:
>
> "Ein einfacher Versuch: Die abgehobenen bitteren Kräusen 15-30 Minuten in
> einem Eimer stehen lassen. Es wird sich ziemlich viel Jungbier abscheiden,
> das wir in ein kleines Trinkglas überführen können. Nun kostet mal dieses
> Jungbier und denkt dabei daran, daß dieses ...x at f&!würg-... wieder in Euer
> Bier zurückgesickert wäre, hättet ihr es nicht abgehoben!"
>
> Die Frage ist doch hier IMHO nicht, ob der Kräusen "unedle Aroma- und
> Bitterstoffe" enthält. Das tut er sicherlich. Und sicher kann man die auch
> schmecken, wenn man Huberts Versuch wiederholt. Die Frage ist, ob diese
> Stoffe wasser- oder besser bierlöslich sind und sich wirklich im Bier
lösen
> (oder ob es sich um rel. feste Partikel handelt, die noch in Huberts
> Jungbier das aus dem Kräusen aussickerte, schweben)  und somit in Flaschen
> oder Fässer und anschließend über unsere Zungen in unsere Verdauungsorgane
> wandern, oder ob sie einfach unlöslich sind und auf den Boden des
> Gärbehälters sinken. Soweit ich weiß besteht Kräusen hauptsächlich aus
> Hopfenölen, Hefezellen und Eiweiß.
>
> Als Heimbrauer ist mir jedenfalls das Infektionsrisiko zu hoch um mehrmals
> während der Gärung Kräusen abzuheben.
>
> Einen soo großen Unterschied kann das auch nicht machen, sonst hätte die
> Brauindustrie längst einen Weg gefunden, um den Kräusen in den ZKGs zu
> entfernen.
>
> Ich denke, das mit dem Kräusen abheben ist wirklich eine GLAUBENSFRAGE.
> Manche tun es traditionell, und manche nicht. Es gibt beim Brauen so viele
> Parameter, daß hier eine überzeugende, stringente Beweisführung pro oder
> contra Kräusenschöpfen schwerfallen dürfte. Ich habe vor ein paar Monaten,
> als dieses Thema schon einmal hier diskutiert wurde (Hallo Reini!), bei
> einem Sud bei dem einen Gärbehälter den Kräusen zweimal abgehoben und beim
> anderen nicht. Ich konnte keine Geschmacksunterschiede erkennen und ein
paar
> Freunde ebenfalls nicht. Dieser eine Versuch ist sicher nicht relevant,
aber
> er reicht mir persönlich aus, um mir darüber keine großen Sorgen mehr zu
> machen. ;-) Sorgen mache ich mir beim Brauen sowieso nicht. Ich halte es
da
> mit dem etwas in die Jahre gekommenen amerikanischen Heimbrauerpapst
Charlie
> Papazian, der in seinen Büchern auf jeder zweiten Seite schreibt:
>
> "Relax, have a homebrew"
>
> In diesem Sinne, allzeit Gut Sud
>
> Gregor
>
>
>
>
>
>
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> HBF Mailing Liste
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> http://www.netbeer.co.at/beer/forum/
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----- Original Message -----
From: "Gregor Zellmann" <gregor at blinx.de>
To: <hbf at lists.k-town.de>
Sent: Tuesday, February 26, 2002 10:35 PM
Subject: [HBF] Re: [HBF] zu hefiges Bier / Kräusen entfernen


>
> Lieber Hubert,
> liebe Braugemeinde,
>
> Also vorab: Offene Hauptgärung, d.h. nicht, wie heutzutage in
Großbrauereien
> üblich, in geschlossenen ZKGs (zylindrokonische Gärbehälter) macht sicher
> einen Unterschied. Sonst würden das nicht viele kleinere, traditionelle
> Brauereien europaweit praktizieren. Trotzdem halte ich Huberts
Argumentation
> hier aber für nicht wirklich aussagekräftig:
>
> Hubert schrieb am Montag im HBF:
>
> "Ein einfacher Versuch: Die abgehobenen bitteren Kräusen 15-30 Minuten in
> einem Eimer stehen lassen. Es wird sich ziemlich viel Jungbier abscheiden,
> das wir in ein kleines Trinkglas überführen können. Nun kostet mal dieses
> Jungbier und denkt dabei daran, daß dieses ...x at f&!würg-... wieder in Euer
> Bier zurückgesickert wäre, hättet ihr es nicht abgehoben!"
>
> Die Frage ist doch hier IMHO nicht, ob der Kräusen "unedle Aroma- und
> Bitterstoffe" enthält. Das tut er sicherlich. Und sicher kann man die auch
> schmecken, wenn man Huberts Versuch wiederholt. Die Frage ist, ob diese
> Stoffe wasser- oder besser bierlöslich sind und sich wirklich im Bier
lösen
> (oder ob es sich um rel. feste Partikel handelt, die noch in Huberts
> Jungbier das aus dem Kräusen aussickerte, schweben)  und somit in Flaschen
> oder Fässer und anschließend über unsere Zungen in unsere Verdauungsorgane
> wandern, oder ob sie einfach unlöslich sind und auf den Boden des
> Gärbehälters sinken. Soweit ich weiß besteht Kräusen hauptsächlich aus
> Hopfenölen, Hefezellen und Eiweiß.
>
> Als Heimbrauer ist mir jedenfalls das Infektionsrisiko zu hoch um mehrmals
> während der Gärung Kräusen abzuheben.
>
> Einen soo großen Unterschied kann das auch nicht machen, sonst hätte die
> Brauindustrie längst einen Weg gefunden, um den Kräusen in den ZKGs zu
> entfernen.
>
> Ich denke, das mit dem Kräusen abheben ist wirklich eine GLAUBENSFRAGE.
> Manche tun es traditionell, und manche nicht. Es gibt beim Brauen so viele
> Parameter, daß hier eine überzeugende, stringente Beweisführung pro oder
> contra Kräusenschöpfen schwerfallen dürfte. Ich habe vor ein paar Monaten,
> als dieses Thema schon einmal hier diskutiert wurde (Hallo Reini!), bei
> einem Sud bei dem einen Gärbehälter den Kräusen zweimal abgehoben und beim
> anderen nicht. Ich konnte keine Geschmacksunterschiede erkennen und ein
paar
> Freunde ebenfalls nicht. Dieser eine Versuch ist sicher nicht relevant,
aber
> er reicht mir persönlich aus, um mir darüber keine großen Sorgen mehr zu
> machen. ;-) Sorgen mache ich mir beim Brauen sowieso nicht. Ich halte es
da
> mit dem etwas in die Jahre gekommenen amerikanischen Heimbrauerpapst
Charlie
> Papazian, der in seinen Büchern auf jeder zweiten Seite schreibt:
>
> "Relax, have a homebrew"
>
> In diesem Sinne, allzeit Gut Sud
>
> Gregor
>
>
>
>
>
>
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