AW: [HBF] Suche Rezept fuer Gose

Tobias Kandler walaskjalf at gmx.de
Mit Mai 7 20:19:45 CEST 2003


Hallo Georg,

Hab Dein Gose-Rezept für 20 l mal durch meinen Rezeptentwickler gejagt.

Bekomme die gleiche Stammwürze raus.
Hauptguß:	12,7 l
Nachguß:	14,9 l

Bei 17 l Hauptguß maischt man mit 1:4,55 ein. Das halte ich für ungünstig.
Warum sieht das Rezept das vor ?

Ein Läuterhilfe ist, denke ich, sinnvoll. Beim üblichen Hefeweizen soll man
ja auch nicht mehr als 70% Weizenmalz zur Schüttung nehmen.

Ich habe vor Jahren in Leipzig mal Gose getrunken. So weit ich mich
entsinne, schmeckt es dem Hefeweizen ähnlich, hat aber weniger Esther und
ist säuerlicher.

Ich würde es mit Weizenhefe probieren und möglichst bei niedriger Temperatur
(18°C) vergären.

Das Maischprogramm begünstigt die Bildung der Vorstufen für die typischen
Hefeweizenesther nicht. Sicher richtig.

Die Hopfung halte ich für zu umfangreich. Ich kriege, selbst wenn ich die
Maischehopfung ganz aus der Betrachtung lasse und die
Nachisomerisierungszeit auf Null setze, immernoch 37,5 IBU raus. So bitter
ist die Gose aber nicht. Wie viel genau, weiß ich nicht aber etwas herber
als Hefeweizen ist sie schon, glaube ich.

Meine Empfehlung:

Gesamtbittere: 20 IBU
Hopfen mit 6% AA und Maischehopfung lassen
Bitterhopfung nach Würzebruch: 10g
weitere Hopfung 60' nach Beginn: 13g

Gesamthopfenmenge: 45g


Gib mal Bescheid, wie Du Dein Rezept gestaltest und wie das Bier wird


Gruß und Gut Sud


Tobias